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Gottesdienstordnung

Sonntag

Erster Adventssonntag – I. Kl. 

27. November 2016

7.55

10.00

17.30

Hochamt

Heilige Messe in der Seminarkapelle

Vesper und Sakramentsandacht

Montag

Vom Tage – IV. Klasse

28. November 2016

7.15

17.30

Heilige Messe

Vesper

Dienstag

Vom Tage – IV. Klasse

29. November 2016

6.50

17.30

Ges. Requiem für † Weihbischof Max Ziegelbauer

Vesper

Mittwoch

Hl. Apostel Andreas – II. Kl.

30. November 2016

6.50

Gesungenes Amt

Donnerstag

Vom Tage – IV. Klasse

31. Dezember 2016

7.15

17.30

Heilige Messe

Sakramentsandacht

Freitag

Hl. Bibiana – III. Kl. (Herz-Jesu-Freitag)

02. Dezember 2016

7.15

17.30

Heilige Messe

Vesper

Samstag

Hl. Franz Xaver – III. Kl. (Herz-Mariä-Sühnesamstag)

03. Dezember 2016

6.30

17.30

Rorateamt

1. Vesper vom Sonntag

Sonntag

Zweiter Adventssonntag – I. Kl. 

04. Dezember 2016

7.55

10.00

17.30

Hochamt

Heilige Messe in der Seminarkapelle

Vesper und Sakramentsandacht

Liebe Gläubige,

 

am Anfang des neuen Kirchenjahres ergeht an uns der eindringliche Ruf des heiligen Paulus, nun vom Schlafe aufzustehen und die Werke der Finsternis abzulegen. Der heilige Johannes von Antiochien († 407) veranschaulicht uns diese Stelle in einer Weise, die seinem Beinamen Chrysostomos („Goldmund“) alle Ehre macht:

 

„Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahet heran. – Ja, wenn jene zu Ende geht, dann ist dieser nahegerückt. Lasset uns darum Werke des Tages vollbringen, nicht solche der Nacht!

 

Das geschieht ja auch so im täglichen Leben. Wenn wir sehen, daß die Nacht ins Morgengrauen übergeht und wenn wir das Zwitschern der Schwalbe vernehmen, dann wecken wir ein jeder seinen Nachbarn auf, obgleich es eigentlich noch Nacht ist.

 

Wenn diese aber vollends geschwunden ist, dann sprechen wir zueinander, indem wir zur Arbeit drängen: „Es ist Tag geworden.“ Wir tun dann alles, was der Tag verlangt: wir kleiden uns an, verscheuchen die Traumbilder, reiben uns den Schlaf aus den Augen, damit uns der Tag zur Arbeit bereit finde und wir nicht erst aufstehen und mit der Arbeit beginnen, wenn die Sonne schon hoch am Himmel steht.

 

Was wir da leiblicher Weise tun, das wollen wir nun geistiger Weise vollbringen. Wir wollen die falschen Vorstellungen aufgeben, die Traumbilder des gegenwärtigen Lebens verscheuchen, den tiefen Schlaf abbrechen und das Kleid der Tugend anlegen.

 

Das alles meint der Apostel, wenn er spricht: Lasset uns also ablegen die Werke der Finsternis und anziehen die Waffen des Lichtes! Auch an die Front und zum Kampf ruft uns nämlich der Tag.

 

Erschrick aber nicht, wenn du von Front und von Waffen hörst! Bei der leiblichen Waffenrüstung ist es etwas Schweres und Lästiges, sie anzulegen, hier aber ist es angenehm und begehrenswert; denn es sind Waffen des Lichtes. Darum lassen sie dich leuchtender erscheinen als den Sonnenstrahl, sie geben einen hellen Schimmer von sich und gewähren dir Sicherheit; es sind ja Waffen. Sie verleihen dir Glanz; es sind ja Waffen des Lichtes.

 

Ist es nun etwa nicht nötig, zu kämpfen? O ja, nötig ist es, aber es ist nicht schwierig und mühevoll. Denn nicht eigentlich ein Kampf ist es, sondern ein Reigen und ein Fest. Das ist so die Natur dieser Waffen, das ist die Macht dieses Feldherrn. Strahlend wie ein Bräutigam aus dem Brautgemache tritt so der, welcher mit diesen Waffen angetan ist. Er ist zugleich Kriegsmann und Bräutigam.“

(25. Predigt zum Römerbrief, 1)