Menu

Viel Wasser

Trotz des vielen Wassers - es geht weiter!

von Klaus Peter Kuhn
 
Nachdem wir im letzten Heft schon von unseren Problemen mit dem Wasser - in dem Fall von Grundwasser - berichten mussten, kommt nun das Regenwasser an die Reihe.
Mitte Juni ergoss sich, jedenfalls hier im Allgäu, eine wahre Regenflut auf die Erde. Zwar war in der Baustelle eine Pumpe aufgestellt, die das Wasser in das Regenwassernetz abpumpen sollte, doch die schaffte es nicht, denn auf der Wiese stand das Wasser so, dass es noch in unsere Baugrube strömte. Land unter. Anstatt einer Baustelle hatten wir nun ein großes und tiefes Wasserloch. Einige meinten, wir hätten jetzt ein Schwimmbad. Ausgenutzt hat es dann doch keiner, die Brühe sah nicht einladend aus. Erst der Einsatz einer leistungsfähigeren Pumpe brachte eine „Erleichterung“; eine Erleichterung für die Baustelle und den Nachbarn, von dessen Wiese das Wasser weiterhin in unser Becken floss. Jedoch konnten die Priester und Seminaristen bei dem permanenten Pumpengeräusch kaum schlafen - und das in der Prüfungszeit. Zum Glück war dies kein Dauerzustand, und die Arbeiten konnten nach dem feuchten Intermezzo weitergehen.
Das Fundament wurde gelegt. Eine Nachfrage beim Polier, wieviel Stahl hier verarbeitet werde, ergab ein Gewicht von dreizehn bis vierzehn Tonnen. Schon erstaunlich.
Nachdem die Stahlmatten alle gelegt waren, kam endlich der Beton für die Bodenplatte. Den ganzen Tag fuhren die Mischtransporter mit dem fertigen Beton vor. Mit dem Kran wurde der Schlauch gehalten, der Fertigbeton eingefüllt, verdichtet und glattgezogen. Es sah farblich fast so aus wie unser „Schwimmbad“.
Zwischenzeitlich wurde vor dem Seminar auch das Baustellenschild aufgestellt mit der beachtlichen Größe von drei mal viereinhalb Metern. Denn, wenn man vor dem Priesterseminar steht, kann man die Baustelle nicht sehen. 
Die Bodenplatte ist nun endlich fertig. Jetzt kommen die Außenwände unseres Kellers. Auf dem Bild - gegenüberliegende Seite oben rechts, sieht man deutlich, wieviel Platz wir wegen der Grundwasserprobleme aufgeben mussten. Zur Absicherung des Altbestandes werden sogenannte Magerbetonplomben eingesetzt. Diese zusätzlichen Maßnahmen müssen wir extra zahlen. Dies wirkt sich nicht nur finanziell aus, sondern auch in unserem Zeitplan. Das Ziel einer Winterbaustelle ist zu erreichen. Aber das  Gebäude sollte auch vor dem Frost verputzt werden. Mit dem Punkt sieht es schwieriger aus. Und doch ist es notwendig, sonst müssten wir im Frühjahr wieder ein Gerüst aufstellen - mit den ensprechenden Kosten. Hoffen wir also schon im Sommer auf einen späten Wintereinbruch - zumindest hier im Allgäu.
Da wir als Gemeinschaft päpstlichen Rechts nicht an der Kirchensteuer beteiligt werden, hängt das Priesterseminar - sowohl das tägliche Leben, als auch die jetzige Bautätigkeit - vom Wohlwollen und der Spendenbereitschaft unserer Wohltäter ab. Dafür müssen wir Ihnen von Herzen danken und Sie auch bitten, uns weiterhin zu unterstützen. Ohne Ihre Hilfe kann das Priesterseminar nicht existieren, ohne Ihre Hilfe können wir den Anbau nicht bezahlen.