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Strom - Heizung

Anbau Priesterseminar:  Anschluss an das Stromnetz und Verlegung der Fußbodenheizung

von Klaus Peter Kuhn
 
Normalerweise kann man in der Zeit zwischen Weihnachten und dem Drei-Königs-Fest (das in Bayern immer noch gesetzlicher Feiertrag ist) keine Meldungen von der Baustelle erwarten. Die Handwerker haben in dieser Zeit frei. Normalerweise.
Doch bei uns ging es mit den Arbeiten weiter, langsamer zwar, da doch die meisten Firmen Betriebsferien hatten, aber es ging weiter. Eigentlich wollte  der Elektriker in dieser Zeit gar nicht arbeiten, doch daraus wurde nichts. Direkt nach Weihnachten, am 27. Dezember erschien er wieder im Seminar - nicht auf der Baustelle, aber wegen des Anbaus. In den Sommerferien hatten wir bereits die Leitungen (Strom, Wasser, Heizung, Telefon, Netzwerk und Feuermelder) vom Bestandsgebäude durch die Küche in den Anbau gelegt. Danach war das bestehende Seminargebäude nur noch durch das Treppenhaus als Zugangsbereich für die Arbeiter von den Arbeiten selbst betroffen. Für die Anschluss der Leitung an die Panzersicherung musste im Haus für einen Tag der Strom abgeschaltet werden. Ein Tag ohne Strom - dafür kam nun einmal nur die Ferienzeit in Frage, also musste der Elektriker in der Zeit kommen. Mit dem Abschalten des Stroms funktionierte natürlich in der Küche kein Gerät, auch kein Telefon oder Computer, aber auch keine Heizung. Bei Außentemperaturen vom minus sechs Grad, mussten die paar Bewohner des Hauses sich warm anziehen.
Von den oben genannten Anschlüssen, wird noch im Januar die Verbindung der neuen Brandmelder mit unserer Zentrale erfolgen. Wie so oft, ändern sich die Vorschriften. Während noch vor elf Jahren in den Zimmern keine Brandmelder vorgeschrieben waren, ist dies im Anbau anders. Jedes Zimmer und jeder Flur ist überwacht, wodurch sich die Zahl der Rauchmelder fast verdoppelt hat. Die größere Zahl dieser Melder führte nun dazu, dass auch eine neue „Zentrale“ notwenig wird. Die Verbindung der Heizung erfolgt in den Osterferien, da für diese Arbeiten die Heizung für drei Tage abgeschaltet werden muss und somit auch kein warmes Wasser für Duschen etc. zur Verfügung steht. Soweit der kurze Vorausschau.
 
Nachdem die Arbeiten des Elektrikers abgeschlossen waren, kehrte dann doch Ruhe in das Haus ein. Erst nach Neujahr kam der Trockenbauer, um die Wände für die Nasszellen fertigzustellen. Am 10. Januar wurde die Mannschaft  durch Reinigungskräfte verstärkt, damit der Estrichleger seine Arbeit beginnen konnte. Auf eine erste Isolierschicht kommen nun in den Zimmer und im Flur die Plastikrohre der Fußbodenheizung, wie man auf dem Bildern sehen kann.
Doch nicht nur in den Zimmern geht es weiter, auch im Keller. Dieser ist eine richtige Zentrale bzw. Maschinenraum geworden. So ziemlich alles ist hier vertreten. Es ist die Zentrale für Heizung, aber auch für Elektrik, Netzwerk und Telefon. Warum Netzwerkkabel? Die Seminaristen bekommen keinen Internetzugang auf ihr Zimmer. Da wir die Zimmer aber in den Sommermonaten auch für Schulungen belegen wollen, ist eine mögliche Anbindung an das Internet für viele Personen doch sehr wichtig. Diese können wir dann für jedes einzelne Zimmer freischalten. Eine weitere Nutzungsmöglichkeit sind Exerzitien, die wir nun in den Sommermonaten anbieten können. Der erste Kurs, bei dem die Teilnehmer in den neuen Zimmern übernachten dürfen, wird der Regens, P. Banauch, vom 4. bis zum 9. Juli halten. Anmeldung im Priesterseminar St. Petrus.